Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe: Abteilung Frauenheilkunde

 

Interdisziplinäres Myomzentrum

 

Liebe Patientin, liebe Einweiser, sehr geehrte Angehörige,

Fot zeigt das ärztliche Team der Interdisziplinären Myomsprechstundewie freuen uns, Sie in unserem  Interdisziplinären Myomzentrum herzlich begrüßen zu dürfen. Auf den folgenden Seiten geben wir Ihnen Einblicke in die Thematik "Myome", stellen Thearpie- und Behandlungs-verfahren vor. Sie erhalten Informatio- nen zu Fragen der medikamentösen, operativen und radiologischen Behand- lung. Darüber hinaus informieren wir Sie über unser Leistungsspektrum. 

Ihr Myomzentrums-Team

 

Das Foto zeigt Ärzte bei der Besprechung eines FallesMit der Interdisziplinären Myomsprech-stunde an der Universitätsfrauenklinik Jena haben wir für Sie eine Sprech-stunde geschaffen, in der interdiszi-plinäres Denken, Forschen, Behandeln und die Nachsorge von Patientinnen mit Myomen groß geschrieben wird. Zu unserem Spezialistenteam gehören Gynäkologen, Endokrinologen, Schmerz- therapeuten, Radiologen, Physiothera- peuten und Ernährungswissenschaftler, die sich intensiv um eine erfolgreiche Therapie kümmern.

Im Interdisziplinären Myomzentrum und an der Universitätsfrauenklinik Jena werden derzeit etwa 300 Myompatientinnen pro Jahr behandelt. Damit zählt Jena zu einem der größten Behandlungszentren für Myome der Gebärmutter in Europa.

Therapie von  Myomen

Dieses Foto zeigt eine Ärztin im Rahmen eines PatientengesprächesDie Behandlung von Myomen richtet sich nach den hervorgerufenen Beschwerden sowie der Art und Anzahl der vorhandenen Muskelknoten. Daneben spielt das Alter der betroffenen Patientinnen und das eventuelle Vorhandensein eines Kinderwunsches eine entscheidende Rolle bei der Festlegung der geeignetsten Therapie.  Daher sollte die Behandlung von Myomen stets individuell gemeinsam mit der Patientin gefunden werden. Bei der Behandlung von Myomen  kommen verschiedene Verfahren wie z. B. medikamentöse, operative oder radiologisch interventionelle Therapiemöglichkeiten zum Einsatz.

Medikamenöse Behandlung

Neben der symptombezognen Schmerztherapie werden Substanzen verwendet, welche durch Eingriffe in den weiblichen Hormonzyklus zu einer Wachstumshemmung und Rückbildung von Moymknoten führen. Die Wirkung dieser Medikamente ist zumeist auf die Dauer der Anwendung beschränkt.

Operative Behandlung

Das Foto zeigt Ärzte während der Arbeit in der radiologischen AbteilungDie operative Behandlung stellt heute einen wichtigen Eckpfeiler bei der Therapie symptomatischer Myome dar. Galt früher die Entfernung der Gebärmutter als Behandlungsmethode der ersten Wahl, kommen heute vermehrt gebärmutter-erhaltenden Operationstechniken zum Einsatz. Hierbei ist besonders die Myomenukleation zu nennen, eine Technik, bei der die vorhandenen Muskelknoten aus der Gebärmutterwand ausgeschält werden. Durch die Kombination dieser Methode mit minimal-invasiven Operationsverfahren wie z.B. der Laparoskopie (Bauchspiegelung) oder der Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) konnten Unannehmlichkeiten und Risiken für Patientinnen deutlich verringert werden, während die Behandlungsergebnisse im Allgemeinen als gut bis sehr gut bewertet werden können.   Offen-chirurgische Verfahren kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn aufgrund der Schwere des Myombefalls eine chirurgische Rekonstruktion der Gebärmutter notwendig ist.

Radiologische Behandlung

Bei der radiologisch-interventionellen Behandlung erfolgt eine Embolisation (Verödung) von Myomen. Unter örtlicher Betäubung wird ein Katheter über die Leistenarterie platziert und  hierüber winzige Kügelchen durch diesen Katheter in das Myom eingebracht, die dafür sorgen, das die Blutzufuhr zum dem Myom unterbunden wird. Die Partikel setzen sich in den kleinen Gefäße, die zu den Myomen führen, fest und schalten die gutartigen Geschwülste von der Blut- und Sauerstoffzufuhr aus. Innerhalb von drei bis sechs Monaten schrumpfen die Myome bis auf ca. die Hälfte ihrer Ausgangsgröße. Unter bestimmten Voraussetzungen kommt die Myomembolisation hierbei als alternative Behandlungsform zur operativen Therapie von Myomen in Betracht.

Leistung Myomzentrum

Auf diesem Foto sind Ärzte in einer Besprechung anhand radiologischer Bilder dargestellt.Für jede Patientin entwickeln wir im IMZ in unserer Spezialsprechstunde einen indivi-duellen Behandlungsplan. Nach einem ausführlichen Gespräch mit der Patientin und nach einer gynäkologischen Untersuchung erfolgt die genaue Bestimmung von Art und Anzahl der vorliegenden Myome  mittels Ultraschalluntersuchung und ggf. einer Magnet-Resonanz Tomographie (MRT). Anschließend wird das Behandlungsziel mit der Patientin gemeinsam festgelegt: Steht die Beseitigung von myombedingten Symptomen wie z.B. Blutungsstörung im Vordergrund oder sollen beispielsweise durch die Myombehandlung ein Kinderwunsch realisiert werden? Das gewünschte Behandlungsziel gibt hierbei häufig das Behandlungsverfahren der Wahl vor.

Unsere Diagnostik:

Foto zeigt Ärztin am Ultraschall-Gerät

 

 

 

 

 

 

  • Klinische Einstufung des Krankheitsbildes
  • Ultraschalldiagnostik mittels 3d und 4d Sonographie und Farbdoppler zur genauen   Unterscheidung von Art und Anzahl vorliegender Myome
  • Magnet-Resonanz Tomographie des Beckens.
  • Hysteroskopie und Pelviskopie zur weiterführenden Diagnostik ggf. kombiniert mit   modernem see-and treat Mangement von vorhandnen Myomen

 

Mitarbeiter:

Prof. Dr. Runnebaum

PD Teichgräber

PD Baltzer

Dr. Radosa

OA Scheungraber

Dr. K. Oettler